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„Ganzheitlichkeit“

(„ganzheitlich“ ein anderes Wort für „katholisch“)

Dimensionen der „Ganzheitlichkeit“ – ein fundamentaler Wert des menschlichen Lebens

· Geografische Ganzheitlichkeit

Im Sinne von weltweit und alle Menschen und Völker betreffend.

Die Menschheit als eine „Völkerfamilie“ sehen, in der es gilt, die Vielfalt der Kulturen, Sprachen und Religionen als gegenseitige Bereicherung, aber auch als Herausforderung zur positiven Weiterentwicklung zu sehen.

· Personale Ganzheitlichkeit

Den Menschen in seiner Einzigartigkeit und Originalität als Ganzes achten:
- Seine „Person-Würde“ als eine absolute Werthaftigkeit respektieren, aus der die unveräußerlichen Menschenrechte abgeleitet sind.
- Seine Körper-Geist-Seele-Einheit erkennen
- Sein Mann-sein bzw. Frau-sein und seine diesbezügliche soziale Bezogenheit mit der Anerkennung der gleichen Würde und der gleichen Rechte achten.

· Biografische Ganzheitlichkeit

Akzeptanz der eigenen bisherigen Lebensgeschichte als Ganzes:
Schmerzhafte, schuldhafte, unangenehme Ereignisse der eigenen Vergangenheit als zur eigenen Person gehörig akzeptieren und die damit verbundenen emotionalen Verdrängungen „zur Welt kommen“ lassen.

· Systemische Ganzheitlichkeit

Die bewusste und unbewusste Verbundenheit mit den Verwandten und Vorfahren als eine Netzwerk sehen, in dem es bestärkende und belastende Gefühlsübernahmen und Schicksalswiederholungen gibt, durch die die eigene Lebensentfaltung genährt, aber auch blockiert werden kann.

· Innerpsychische Ganzheitlichkeit

Abschied nehmen von der Bewertung der Gefühle:

Die Vielfalt und Gegensätzlichkeit der eigenen Gefühle als eine organische Einheit betrachten:
Alle Gefühle – auch die belastenden und gefährlichen - sind wertvolle Signale der Seele, die uns helfen, uns selbst und das Netzwerk unserer menschlichen Beziehungen besser zu verstehen.

· Ökologische Ganzheitlichkeit

Unsere Verbundenheit mit Tieren und Pflanzen, mit Naturkräften und Naturelementen als den großen Lebensorganismus der Natur erkennen, als ein Netzwerk von gegenseitigen Wechselwirkungen und Abhängigkeiten.

Ein tiefes Dazugehörigkeitsgefühl und Verantwortungsgefühl gegenüber der großen Lebensgemeinschaft der Natur entwickeln.

· Geschichtliche Ganzheitlichkeit

Unsere Gegenwart mit ihren Errungenschaften und Belastungen als Ergebnis einer geschichtlichen Entwicklung erkennen:

Wertschätzung und wache Sorge zeigen für die mühsam errungenen und erkämpften Werte und Ordnungen unserer Gesellschaft.

Bisherige problematische Verhaltensweisen erkennen (z.B. im Umweltverhalten, im Autoritätsverständnis, in der Werteordnung der Familie, der Wirtschaft, der Politik, der Religionen, … ) und an einem zeitgemäßen Wandel mit geduldiger Ausdauer mitarbeiten.

Manfred Hanglberger (www.hanglberger-manfred.de)

Ausführlicher dazu in: „Sinnvoll leben“ von Manfred Hanglberger
(Topos-plus-Taschenbuchreihe, Pustet-Verlag, Regensburg)

 

>>> „Ganzheitliche Demokratie“ oder „Diktatur der Mehrheit“

>>> „Katholisch“- ganzheitlich glauben
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