Neuevangelisierung – Neu-Evangelisierung

Neu-Evangelisation - Kirchenreform

 

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Zeitgemäße Kirchenstrukturen:

 

Fast in jeder Pfarrei gibt es einige Personen, die Lebenserfahrung und einen bodenständigen Glauben besitzen und in ihrer Gemeinde Ansehen und Wertschätzung genießen.

Solchen Personen könnte man nach einigen liturgischen und theologischen Schulungen durch den Bischof die Hände auflegen lassen und sie zur Leitung von Gottesdiensten und Sakramenten beauftragen.

In jeder Pfarrei sollten im Normalfall mehrere Personen damit beauftragt werden, damit die Last auf mehrere Schultern verteilt wird und die Verkündigung der Frohen Botschaft durch die Lebens- und Glaubenserfahrung verschiedener Personen in unterschiedlichen Schattierungen stattfindet.

Die Mitglieder der Teams wählen sich einen Koordinator und Sprecher aus ihrer Mitte.

Die verheirateten Mitglieder des Teams verpflichten sich, an weiterführenden Ehekursen teilzunehmen, um im Beziehungsbereich ihre eigene Kompetenz ständig weiterzuentwickeln, um besonders in Ehe und Familie ein Vorbild sein zu können.

 

Zudem sollten in jeder Pfarrei gut ausgebildete Therapeuten und Sozialarbeiter sich um die sozialen und familiären Probleme kümmern, sollten – wenn nötig – die Familien aufsuchen und mit Rat und Tat zur Seite stehen, wo Menschen unter Konflikten, Schicksalsschlägen, Beziehungsnöten, sozialen Nöten und Belastungen aller Art leiden.

Zudem sollten sie die Bildung von Selbsthilfegruppen, therapeutischen Gruppen und Meditations- und Selbsterfahrungsgruppen anregen und über Elternabende, Vorträge und Kurse das Bildungsniveau in Beziehungsfragen, Lebenssinnfragen, in Fragen der Kommunikation, des Konfliktverhaltens, der Erziehung und der seelisch-geistigen Gesundheit anheben.

Evtl. sollten diese Therapeuten und Sozialarbeiter auch bibeltheologisch soweit geschult sein und weitergebildet werden, dass sie auch einen Teil der Predigten in den Sonntagsgottesdiensten übernehmen könnten.

 

Eine kleine Gruppe von zwei bis drei hauptamtlichen, akademisch ausgebildeten Priestern („Vollzeittheologen“) sollten auf Dekanatsebene, für jeweils ca. 20 bis 30 Pfarreien zuständig sein; sie sollten die ehrenamtlichen Pfarrer in den Pfarreien schulen, weiterbilden, beraten, mit Materialien versorgen und in Konfliktfällen Supervision und Konfliktmanagement anbieten.

Zudem sollten sie auf Dekanatsebene die Verantwortlichen in den Pfarrgemeinderäten für die jeweiligen Pastoralfelder (Kindergottesdienste, Jugendarbeit, Erstkommunion-Katechese, Firm-Katechese, Taufgespräche, Ehevorbereitung, Seniorenarbeit, Krankenseelsorge, Trauerbegleitung, usw.) schulen und auf Dekanatsebene miteinander vernetzen und einen überpfarrlichen Austausch anregen.

Diese Priester müssten in Kommunikation, Konfliktmanagement, Pastoral und im Bereich Psychologie und Glaube sehr gut ausgebildet sein und sich ständig weiterbilden.

 

Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter der Kirche haben die vordringliche Aufgabe, den Gläubigen zu helfen, eine umfassende religiöse und seelisch-geistige Mündigkeit und Verantwortung zu entwickeln. (Siehe: „Zentrale Ziele einer zeitgemäßen Seelsorge“)

Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter der Kirche sollten durch entsprechende Schulungen und durch die Kenntnis und Übung eines gesunden Zusammenspiels von Psychologie und Spiritualität in der Gesellschaft Vorbilder werden für konstruktives Dialog- und Konfliktverhalten.

So könnte auch sichtbar werden, welch wichtige Bedeutung Glaube und Spiritualität für die Lebensbewältigung in vielen Problem- und Konfliktsituationen spielt.

 

Als wichtige Hilfestellung dafür müsste in der Kirchenleitung auf höchster Ebene ein ständiger Dialog zwischen Glaube und Psychologie (und Therapie) stattfinden, der zu einer Veröffentlichung von diesbezüglichen Lehräußerungen (Enzykliken) führt, die vergleichbar mit der Katholischen Soziallehre, ein hohes gesellschaftliches Ansehen erlangen, für viele Menschen Wegweisung und Hilfe für ihre psychischen und zwischenmenschlichen Problemen bieten und ständig weiterentwickelt werden.

 

Manfred Hanglberger (www.hanglberger-manfred.de)

 

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