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Schüler-Taufe

 

1.     

Begrüßung

Lied: Lobe den Herren

2.     

Fragen zur Bereitschaft

3.     

Gebet

4.     

Evangelium

 

Lied: Großer Gott

5.     

Predigt

6.     

Fürbitten

7.     

Taufwasserweihe

8.     

Taufversprechen des Kindes

9.     

Taufe (Pate legt Hand auf die Schulter)

10.   

Riten: Salbung

            Hinweis auf das Kleid

            Taufkerze entzünden mit Gebet

 

 

Lied: Du bist das Licht der Welt

11.   

Segensgebet der Eltern

12.   

Vater unser

13.   

Segen des Pfarrers

 

Lied: Segne du Maria

 

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Die Feier der Taufe von Schulkindern

Gebete von Manfred Hanglberger (www.hanglberger-manfred.de)

ð DOWNLOAD (DOC-Fassung: A5 –Format)

 

1.    Begrüßung (Vor dem Kirchenportal)

2.    Fragen zur Bereitschaft

Liebe(r) N., liebe Eltern, lieber Pate / liebe Patin.
Ein Weg der Vorbereitung zu dieser heutigen Tauffeier liegt hinter uns.

Heute möchte ich euch nochmals die Fragen zur Taufe stellen.

 

Liebe(r) N., willst du getauft werden?

Kind: Ja.

 

Liebes Ehepaar N, sind Sie einverstanden, dass Ihr Sohn / Ihre Tochter N. getauft wird?

Eltern: Ja.

 

Lieber Pate / Liebe Patin, sind sie bereit, ihr Patenkind auf seinem / ihrem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten und ihm / ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn es ihre Hilfe benötigt?

Patin: Ja.

3.    Gebet zur Taufe


Gott, du Ursprung allen Lebens, du lässt in uns Menschen wachsen die Kräfte der Seele: Vertrauen, Hoffnung und Liebe.
Durch dich können wir glauben an die Entfaltung des Guten im Menschen und in der Welt.
Erfüllt von deinem Geist sagen wir Ja zum Leben.
Lass auch N. durch deinen Geist von diesem Ja zum Leben erfüllt sein.
Lass uns jetzt auf dein Wort hören, damit wir die Ordnungen der Liebe, in die unser Leben eingebettet ist, verstehen lernen. Amen

4.    Evangelium (Z.B.: Joh 3,1 oder Mk 1)

5.    Predigt

 

6.    Fürbitten


Priester: Gott, du Vater und Mutter aller Wesen. Klein ist oft unser Vertrauen, mehrdeutig unsere Worte, lieblos manches Tun. Damit unser Leben und das Leben von N. gelinge, bitten wir dich:

 

  1. Gott helfe dir, N. dass du in deinem Leben immer gute Freunde findest, mit denen du dich verstehst und gegenseitiges Vertrauen und Hilfsbereitschaft erleben kannst.

 

  1. Gott helfe dir, N., Lebensmut und Selbstvertrauen zu finden,
    vor allem in der Begegnung mit Menschen , die dir Achtung, Wertschätzung und Offenheit schenken.

 

  1. Gott schenke dir, N., ein tiefes Dazugehörigkeitsgefühl zur großen Lebensgemeinschaft der Natur auf unserem Planeten Erde.

 

  1. Gott helfe dir, N., den Schwierigkeiten und Belastungen des Lebens nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sie mutig und zuversichtlich zu meistern.

 

  1. Gott helfe dir, N. auch schwierige Menschen mit den Augen Gottes zu sehen, um ihnen ehrlich und gerecht zu begegnen,
    er gebe dir aber auch die Kraft, dich zu schützen vor Unrecht und Bevormundung durch andere.

 

  1. Durch deinen Vater und deine Mutter hat Gott dir, N., dein Leben geschenkt.
    Er mache dich bereit, dein Leben dankbar von diesen beiden Menschen anzunehmen und liebevoll und achtsam mit deinem Leib und deinem Leben umzugehen.

 

  1. Der Leben spendende Gott mache uns alle bereit, mehr Verant­wortung für die Zukunft der ganzen Schöpfung zu übernehmen, damit das Leben auf unserer Erde auch für die kommenden Generationen und für die Menschen aller Völker lebenswert bleibt.

 

Priester: Gott, du Ursprung alles Lebendigen, du hast uns Menschen gegeben, die uns in das Leben hinein tragen, uns an der Hand nehmen und mit uns gehen. Schenke uns die Kraft, einander Stütze und Heimat zu sein und die Kinder in Liebe zu begleiten bis sie Halt finden im Vertrauen auf dich. Amen.

 

 

7. Taufwasserweihe
Ewiger, Leben spendender Gott,
alle Elemente der Schöpfung haben ihren Ursprung in dir.
Erfülle dieses Wasser mit deinem Geist.
Es ist ein Zeichen des Lebens und des Vertrauens.
Es gibt uns Mut, über die Wasser der Unsicherheit und der Angst zu schreiten.
Es schenkt uns das Wissen, dass wir auch in den Gefährdungen dieser Welt in deiner Liebe geborgen bleiben.
Es schenkt uns das Bewusstsein, dass wir Kinder Gottes sind, ausgestattet mit der Würde des Menschseins und mit der Verantwortung, in liebender Sorge dem Leben zu dienen.
Herr, erfülle dieses Wasser mit deiner segnenden Kraft und lass auch die Kinder, die damit getauft werden, zur Quelle des Segens werden.
Darum bitten wir im Geiste Jesu Christi, dem Mittler deiner Liebe. Amen.

8.    Taufversprechen des Kindes

 

Liebe(r) N.,

du hast um die Taufe gebeten und deine Eltern

haben deinem Wunsch zugestimmt.
Du hast dich auf die Taufe vorbereitet.

Bevor du nun die Taufe empfängst, sollst du selbst

deinen Glauben bekennen.

 

1. Willst du die Liebe Gottes wohnen lassen in deinem

Herzen und Gutes tun in der Welt?

Ja, ich will.

 

2. Willst du dich bemühen, mit deinen Mitmenschen

barmherzig und ehrlich umzugehen?

Ja, ich will.

 

3. Bist du bereit, für Gerechtigkeit und Versöhnung einzutreten?

Ja, ich will.

 

4. Bist du bereit, Notleidenden zu helfen

soweit es in deiner Kraft steht?

Ja, ich will.

 

5. Bist du bereit, mit Pflanzen und Tieren

und allen Geschöpfen Gottes gut umzugehen?

Ja, ich will.

 

1. Glaubst du an Gott,

den Vater aller Menschen, aller Tiere und Pflanzen, aller Sterne und Planeten, der alle seine Geschöpfe liebt?

Ich glaube.

 

2. Glaubst du an Jesus Christus, der mitten unter uns ist,

der uns helfen will, einander gut zu sein.

Ich glaube.

 

3. Glaubst du an den Geist Gottes,

der uns innerlich miteinander verbindet,

der uns bereit macht einander anzunehmen,

zu verzeihen und einander zu verstehen?

Ich glaube.

 

4. Glaubst du, dass Gott uns helfen will,

mit allen Menschen der Erde eine große Gemeinschaft zu werden
und dass jeder von uns etwas dazu beitragen kann,
dass alle Menschen in Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit leben können?

Ich glaube.

 

9.    Die Taufe (Pate)


Das Kind tritt an das Taufbecken.
Der Pate, die Patin legt eine Hand auf die Schulter des Kindes

 

Priester:

N., du hast eben zum christlichen Glauben bekannt.
In diesem Glauben empfängst du nun die heilige Taufe:

 

 

N... ich taufe dich im Namen des Vaters

und des Sohnes

und des Heiligen Geistes.

 

 

10.-Riten:


SALBUNG MIT CHRISAM
Gott, unser Vater, hat dich, N., in einer Welt, in der es Angst und Misstrauen und Verachtung gibt, zu Liebe, zu Vertrauen und zu Wertschätzung befähigt.
So kannst du Mitarbeiter(in) werden für eine friedliche und menschliche Welt.
Deshalb wirst du nun mit heiligem Chrisam gesalbt; denn du bist Mitglied des Volkes Gottes und gehörst zum Leib Jesu Christi, der gesalbt ist zum Priester, König und Propheten in Ewigkeit.

HINWEIS AUF DAS WEISSE KLEID

N. dieses weiße Kleid ist ein Zeichen für die göttliche Würde,
für die absolute, ewige Werthaftigkeit, die Gott uns Menschen schenkt und die dir durch das Sakrament der Taufe bewusst werden soll.
Das weiße Kleid ist auch ein Zeichen der Geborgenheit.
Es zeigt dir, dass du eingehüllt bist in Gottes bergende Liebe und dass dich die Zuwendung und Freude liebender Menschen umgibt.
Schenke diese Liebe weiter, wenn Menschen deine Hilfe brauchen.

TAUFKERZE ENTZÜNDEN

Empfange das Licht Christi!
Liebe(r) N.,
dir wird dieses Licht anvertraut.
Christus ist für uns das Licht in den Dunkelheiten des Lebens.
Er will auch Dir Licht sein auf allen Wegen, die du gehst.
Du sollst selbst Licht sein für andere, Licht für die Welt.
Du sollst Klarheit und Hoffnung bringen und mitwirken an der Lebensentfaltung der Schöpfung.

Lied:
Du bist das Licht der Welt
KV: Du bist das Licht der Welt, du bist der Glanz, der uns unseren Tag erhellt,
du bist der Freudenschein, der uns so glücklich macht, kehrst selber bei uns ein.
Du bist der Stern in der Nacht, der allem Finsteren wehrt,
bist wie ein Feuer entfacht, das sich aus Liebe verzehrt, du, das Licht der Welt.

Str.: So wie die Sonne stets den Tag bringt nach der Nacht,
wie sie auch nach Regenwetter immer wieder lacht,
wie sie trotz der Wolkenmauer uns die Helle bringt
und doch nur zu neuem Aufgehn sinkt.
KV

 

 

11. Segensgebet der Eltern

Liebe(r) N.

Wir danken Gott, dass wir dich haben, dass wir dir das Leben schenken konnten.
Es ist schön, dass du da bist.
Wir freuen uns über deine vielen Ideen und Gedanken, die du hast.
Wir freuen uns über deine Fragen und deine Interessen und Talente, mit denen du unser Leben bunter machst und uns dazu bringst, vieles in der Welt neu und aufmerksamer zu sehen.

Durch dein Leben reicht unser Leben viel weiter in die Zukunft hinein.
Wir wollen dir helfen, dass du ein mutiger und selbstbewusster Mensch werden kannst,
dass du lernst, selbstständig zu denken, gut deine Zukunft und dein
Zusammenleben mit anderen Menschen zu bedenken:
- geduldig und hilfsbereit zu sein zu schwierigen und
zu Not leidenden Menschen  -  ehrlich und offen, ohne Angst,
und dass es dir nie so schlecht geht,
dass du andere Menschen verachtest und schlecht über sie redest.

Wir hoffen, dass du dich schützen lernst gegen Ungerechtigkeit
durch Protest und Kritik, aber nicht durch Verachtung und Verleumdung anderer.

Wir versprechen dir, uns zu bemühen, deine vielen Fragen gut und ehrlich zu beantworten, soweit wir selbst dazu in der Lage sind,
dir zu helfen, das Leben und die vielen Dinge in der Welt verstehen zu lernen,
soweit dies uns Menschen in unserer Zeit möglich ist.

Wir möchten, dass du kein feiger und gleichgültiger Mensch wirst,
sondern mutig und interessiert dein Leben entdeckst und wagst.

Wir möchten, dass du alles Notwendige später im Leben dir erwerben
kannst, damit du nicht Not leiden musst;
aber wir möchten auch, dass du die Not und den Schmerz anderer nicht übersiehst und Mitgefühl und Hilfsbereitschaft zeigst.

Geh mit den Pflanzen und Tieren gut um; oft sind sie uns Menschen hilflos ausgeliefert und brauchen unsere Liebe und Sorge.

Denk daran, dass alle Menschen und Tiere Sehnsucht haben, glücklich zu sein und von anderen angenommen und geliebt zu werden.
Denk daran, dass du viel Freude und Freundschaft in diese Welt bringen kannst,
aber auch viel Traurigkeit und Feindschaft.

Gott behüte dich und schenke dir ein gutes Herz.
Gott begleite dich, dass du deinen eigenen Weg findest und einen guten Platz in der Welt und einen guten Platz auch im Herzen anderer Menschen.
Amen.

 

12. Vater Unser


Priester:
Liebe Schwestern und Brüder!
N. wurden durch die Taufe in unsere Gemeinschaft
als gläubige Menschen aufgenommen.
Wir wollen ihm/ihr helfen, dass das Bewusstsein in ihm/ihr wachse,
ein Kind Gottes und ein Kind unseres Planeten Erde zu sein.
Er/Sie soll sich seiner/ihrer menschlichen Würde bewusst werden und Verbundenheit und Verantwortung spüren gegenüber allen Geschöpfen.
So lasst uns gemeinsam mit N. beten: Vater unser

13. Segen des Pfarrers


Gott, du Urgrund der ganzen Schöpfung,
du liebst diese Welt.
Jedem Menschen schenkst du die Einzigartigkeit seines Wesens
und hast ihn geformt als dein Ebenbild.
Wir bitten dich,
SEGNE die/den neu getaufte(n) N.
damit sie / er zu einem Leben in Vertrauen,
Hoffnung und Liebe findet.

Ewiger Gott,
du hast uns diese Erde anvertraut,
damit wir die Vielfalt des Lebens auf ihr
schützen und bewahren
und miteinander und füreinander diese Welt
gestalten.
Wir bitten dich,
segne die Eltern (und die Geschwister/Schwester/Bruder) von N.,
segne seinen Paten / ihre Patin und seine / ihre Verwandten
(und alle hier anwesenden Gläubigen).
Lass uns mitarbeiten
an einer Welt, in der Gerechtigkeit und
Frieden wachsen können.
Dazu segne und behüte euch der Leben spendende Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen

Lied: „Segne du Maria“

 

 

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>> Weitere Texte zur Taufe

>> Was bedeutet „Die christliche Taufe ist heilsnotwendig“??

>> Alte und neue Vorstellungen über den Sinn einer Taufe (Gegenüberstellung)

>> Ritus zum Schutz des Kindes vor den seelischen Belastungen der Eltern

>> Der Sinn der christlichen Taufe (für den Religionsunterricht)

>> Zeitgemäße Glaubensbekenntnisse u.a. Glaubenstexte

  >> Gebete (für verschiedene Anlässe)

>> Die Seele des Kindes (In der Sicht der Familientherapie)

>> Kinder brauchen (die Wahrnehmung von) Grenzen

>> Die Geburt des ICH (Buch-Info)

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Aus dem Evangelium nach Markus

(Mk 1, 9-11: Die Taufe Jesu)

 

In jenen Tagen kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.

Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.

Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich meine Freude habe.

 

 

Aus dem Evangelium nach Johannes

(Joh 3,3-5: Wiedergeboren aus Wasser und Geist)

 

Jesus sagte zu Nikodemus, einem führenden Mann unter den Juden:

Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden.

Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.