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Appell von Lorenz Zellner an Eltern, Erzieher und alle in der Seelsorge Tätigen:

(Aus seinem Buch „Gottestherapie, Befreiung von dunklen Gottesbildern“)

 

Ich möchte die Erzieher und alle in der Seelsorge Tätigen beschwören:

Schützt die Menschen, vor allem die Kinder, vor »Gottesvergiftung«!

Kinder und einfache Menschen sind für alle Möglichkeiten auch der religiösen Verletzung offen.

Säubert die religiöse Erziehung,

die Katechese,

die Liturgie!

Prüft jede Geschichte,

jedes Gebet,

prüft das »Gottes-Angebot« der Kirche insgesamt!

 

Legt den Menschen nicht länger »Gottes-Lasten« auf!

Konfrontiert Priester und Lehrer mit den Folgen und »Früchten« ihrer Botschaften!

Schreckliches ist noch immer im Angebot der Kirchen.

Lasst euch nicht bluffen, wenn es noch so gekonnt methodisch und medial vermittelt wird!

Schaut nicht auf die Verpackung, beachtet den Inhalt!


Und die Theologen und die Verantwortlichen der Kirchen beschwöre ich:

Erzählt nichts mehr, was Gott bei den Menschen uninteressant oder verhasst macht.

Scheidet aus der Verkündigung aus, was Menschen kaputt macht,

was sie in harten Situationen lähmt,

was ihnen Angst macht und den Lebensmut raubt.

Interessiert euch endlich für die psychische Not der religiös Kranken!

 

Entgiftet die Theologie!

Sagt, wer oder was Gott ist,

aber auch, wer oder was er nicht ist!

Hört endlich mit euren Interpretationen auf!

Schaut gut hin, was dasteht!

Schreckliches ist immer noch in eurem Angebot.

Schaut hin und nehmt wahr, wie viel Furchterregendes und Angsteinflößendes im Kleid der Mythen und Sagen aus alter Zeit auch heute noch unmündigen Kindern vorgesetzt wird!

 

Auch Unwahres und »Ungefähres« verkauft ihr oft problemlos weiter.

Lasst euch also nicht mehr von alten Geschichten entmündigen und lähmen!

 

Stellt euch dem Anruf Gottes heute,

gebt eure persönlichen Erfahrungen mit Gott weiter,

erzählt neue Geschichten

und singt andere Lieder!

Stellt uns vor allem Menschen vor Augen, deren Leben Gott verkündet!


Ich sammle leidenschaftlich Geschichten, die Menschen darstellen, die auf Gott verweisen.

Eine schöne Geschichte ist diese:


»Vierzehn katholische indische Schwestern aus dem Südstaat Kerala haben in ländlicher Umgebung in Nordindien unter der armen Bevölkerung eine Poliklinik eröffnet.

Die Gegend ist zu 75% von Muslimen und zu 25% von Hindus bewohnt.

Wie sehen die Schwestern ihren missionarischen Auftrag?

Sr. Lina erzählt als Antwort einige persönliche Erlebnisse:

„Kam da zum Beispiel eine Hindufrau, ein Häufchen Reis auf einem Blatt in der Hand.

„Das ist für dich“, sagte sie schüchtern, „weil du zu uns gekommen bist.

Wir haben bis jetzt nur von einem fernen Gott gehört.

Nun haben wir dich.

Du bist der Gott, den wir sehen können  ...“«

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