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„Kirchenkrise“ oder „Gotteskrise und Glaubenskrise“?

Erhellendes dazu von Lorenz Zellner in seinem Buch

Gottestherapie – Befreiung von dunklen Gottesbildern“ (Kösel-Verlag)

 

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Aus der „Hinführung“:

 

„Gottestherapie“ meint ein Doppeltes: einmal ein Bemühen von Menschen bzw. ein fachliches Bemühen um Menschen, die mit Gott in Not geraten oder auf irgendeine Weise »gotteskrank« geworden sind.

Und zum zweiten: ein engagiertes und qualifiziertes Mühen um eine andere Theologie, um eine bessere Gotteslehre, da viele tradierte Gottesbilder und -geschichten abgewirtschaftet und wegen ihrer Undeutlichkeit, Vieldeutigkeit, Widersprüchlichkeit, Unmoral und autoritären Gestalt zum Sterben verurteilt bzw. bereits tot sind. Sowohl wir Menschen als auch die sogenannte wissenschaftliche Theologie leiden an Gottesnot. Und diese ruft nach Abhilfe.

 

Ausgangspunkt für meine Forderung nach einer Gottestherapie sind konkrete Erfahrungen mit der Gottesnot in den Seelen der Menschen und mit der Gottesnot in der amtlichen Theologie.

 

Nicht selten stelle ich fest, dass Menschen nach Beendigung ihrer religiösen Belehrung in einem Meer irritierender Gottesbilder ertrinken oder diese Bilder ganz und gar abschütteln und Ersatzgöttern nachfolgen bzw. in einem Gottes- oder Sinn-Vakuum leben. Ihre Vorstellungs- und Beziehungsnöte bzw. ihr Suchen und Ringen brauchen und verdienen Aufmerksamkeit, Verständnis und Begleitung.

Der Theologe in mir erlebt immer stärker die Gottesnot innerhalb der amtlichen Gotteslehre. Diese stützt sich auf Gottesideen, - bilder und -geschichten, die jüdisch-christliche Theologen im Laufe einer langen Geschichte entwickelt haben.

Aber immer mehr Menschen zweifeln an diesen »Gottes-Fassungen«. Ehrlicherweise muss man sagen, dass diese sowieso fast nur noch Kindern zu vermitteln sind. Für viele Erwachsene ist dieser Gott bereits tot. Auch den Theologen ist diese Thematik nicht mehr fremd. John A.T. Robinsons »Honest to God« und Georg Baudlers »Erlösung vom Stiergott« seien als zwei Eckpfeiler aus Vergangenheit und Gegenwart genannt. Fast zeitgleich mit dem Abschluss meiner Arbeit stieß ich auf Helmut Jaschkes »Dunkle Gottesbilder«, ein Buch, das die neue Offenheit in einer mir bisher so nicht bekannten Aufrichtigkeit und Klarheit dokumentiert. Kirchliche Theologen tun sich heute nicht nur schwer, über die sichtbare Schöpfung den Unsichtbaren zu vermitteln und erfolgreich gegen schwere Einwände, etwa des vielfältigen Leides, zu verteidigen. Sie müssen auch die offenkundigen Brüche in der Gotteslehre und die klar erkennbaren Diskrepanzen in den Gottesgeschichten immer wieder kitten und so manche an ihren inneren Widersprüchen sterbende Gottesbilder durch ihre Interpretationskünste am Leben erhalten.

Den kirchlichen Theologen setze ich meine Version entgegen: Gott lieben entsprechend dem christlichen Hauptgebot der Liebe muss in Zukunft vor allem bedeuten, sensibler dafür zu werden, was und wie über Gott geredet und erzählt wird. Gott lieben muss auch heißen, im Haus der Gottesgeschichten Ordnung zu schaffen.

Der Seelsorger und Theologe in mir schenkt also beidem Beachtung, dem »Gott in der Seele« und dem »Gott der Theologie«. Dabei zeigt sich durchgängig die tiefe innere Verflochtenheit und Verquickung der Inhalte dieser beiden Bereiche. Wie sich »Gott in der Seele« darstellt, ist weitgehend davon abhängig, wie er in Theologie und Verkündigung dargestellt wird.

 

Dieses Buch will Überzeugungshilfe für die Menschen leisten, denen der Gott der kirchlichen Verkündigung keine oder keine genügende Antwort mehr gibt. Und es will Lebens- und Handlungshilfe all denen anbieten, die ihre religiösen Möglichkeiten weiterentwickeln wollen. Ganz besonders aber wendet sich mein Buch an all diejenigen, deren Religiosität und religiöse Sehnsüchte missbraucht wurden. Ihnen will es helfen, dass alte Wunden heilen können und neue Zugänge zu Gott möglich werden.

Mein Buch will verhindern, dass Gott weiterhin durch angreifbare Gottesbilder und -geschichten belastet, diffamiert und so für Menschen unzumutbar wird. Es will ferner auf den vielfachen Missbrauch Gottes für durchsichtige menschliche, kirchliche und politische Interessen aufmerksam machen. Nicht nur Golfkrieg und Balkankrieg zeigen erneut, wie »Gott« als Waffe missbraucht werden kann und tatsächlich missbraucht wird. Vielleicht wurde überhaupt im Laufe der Menschheitsgeschichte nichts und niemand so missbraucht wie das, wofür der Name Gott steht. Menschliche Projektionen und menschliche Interessen müssen um Gottes und des Menschen willen als solche entlarvt werden. Das wahre Gesicht Gottes steht erneut zur Debatte.

Für mich ist die religiöse Krise, auch die Gotteskrise, primär eine inhaltliche Krise, eine Krise der Lehre, eine Krise der Bilder und Geschichten. Dem nüchtern denkenden Menschen erscheint heute so manche amtliche Lehre ebenso wie manches biblische Bild nicht mehr plausibel und lebbar. Er findet auch bei bestem Willen nicht hinter allen Glaubensaussagen und Symbolen Wahrheit, Klarheit, Ethos und Orientierung. Die kirchlichen Irrwege der Vergangenheit, die aufgedeckten »Falschmeldungen« der Kirchengeschichte haben ihn sensibel gemacht für eben diese Irrwege und »Falschmeldungen« sowohl aus der Zeit des Ursprungs als auch der Gegenwart. Dazu kommt so viel Ungefähres, Unverständliches, Mehrdeutiges und Widersprüchliches gerade auch im Gottesbild unseres religiösen Erbes. Da in unserer Gesellschaft und in unserem Lebensverständnis immer mehr äußere Stützen und Privilegien für institutionalisierte Religion wegfallen, ist buchstäblich über Nacht die amtliche Lehre gezwungen, sich wie alles andere im weltanschaulichen Bereich durch innere Logik und widerspruchsfreie Ethik zu rechtfertigen und an ihren Früchten messen zu lassen. Privilegien, Tabuisierungen, Denkverbote und Denksperren halten weder eine Krise auf, noch bereinigen sie diese. Dagegen könnten ungefilterte Wahrnehmung, richtige Diagnose und folgerichtiges Handeln die Krise in den Griff bekommen und eine neue »Gotteszeit« einläuten. Blindheit und Ablenkungsmanöver kosten zu viel und verändern nichts. Ein Neubeginn ist jedoch nicht ohne Abschied möglich. Die Frage ist nur: Werden Abschied und Neubeginn durch Einsicht zustandekommen? Oder müssen sie wie so vieles in der Kirche ertrotzt werden? Oder erledigt sich die Fragestellung durch die vielen Kirchenaustritte eines Tages von selber?

 

Alltägliche nichtalltägliche Erfahrungen

 

   Wenn Menschen das Wort »Gott« in den Mund nehmen, dann geschieht dies gewöhnlich in alltäglichen Sprachformeln, bei religiösen Übungen und in Notsituationen des Lebens. Gerade bei letzteren wird das Thema »Gott« aktuell und brisant. Hier wird am persönlichsten gesprochen, hier wird in engagiertester Weise nachgedacht, und hier zeigt sich am ehesten, welcher Gott in der Tiefe der Seele lebt, west und wirkt. Diese Tatsache konnte ich in den Jahren nach 1984 an mir selbst beobachten.
   In einer Phase tiefster Erschöpfung meldete sich ein Gott zurück, der mir in jungen Jahren vermittelt worden war, an den ich später kaum mehr gedacht, und wenn, dann ihn nur unbewusst und unbedacht, verkündet habe. Der Gott meiner Kindheit war mein stiller Begleiter geblieben. Wogegen sich damals mein Körper ohne dass ein organischer Krankheitsbefund vorlag mit all seinen Möglichkeiten, mit Herz-, Kreislauf-, Bauch- und Rückenschmerzen wehrte, davon hatte ich nicht die geringste Ahnung. Und was meine seelische Unruhe, meine Schlaflosigkeit und geistige Betriebsamkeit und konträr dazu meine depressive Stimmung, meine Abgespanntheit und Müdigkeit bedeuteten, das wusste ich noch weniger. Ärzte und Therapeuten gaben sich ratlos bzw. verschlimmerten die Sache nur. Ich habe den Eindruck, dass einige recht froh waren, dass ich mich nach längerem Krankenhaus- und Klinikaufenthalt in die Stille und Einsamkeit eines Klosters zurückzog.
   In dieser Situation allgemeiner Ratlosigkeit meldete sich bei mir ziemlich bald eine plausible Erklärung für meinen Zustand: Gott hat mich für meine Sünden und Fehler gestraft. Ein Therapeut hatte durch eine verantwortungslose Traumdeutung diese meine Ansicht auch noch verstärkt. Ich habe in jener Zeit mein ganzes Leben umgedreht und nach Fehlern durchsucht. Bei meiner in der Kindheit geschaffenen Gewissenslage kam auch genügend Schuld zutage und das Bild eines Gottes, der gerecht richtet, der zu Recht bestraft, der den Sünder verdammen Muss. Nach der Lehre der Kirche gibt es ja unvergebbare Sünden und so schloss ich aus meinem Zustand und aus meiner Gewissenserforschung, ich müsse solche wohl begangen haben. Was mir als kleinem Kind vor allem auch im Beichtunterricht beigebracht wurde, das tobte sich jetzt voll aus und spielte mit mir verrückt. Meine Hauptlektüre war die Bibel und ich wurde in meiner Meinung nur bestätigt. Die wohltuenden Geschichten sagten mir nichts mehr, sie wurden ganz und gar durch die erdrückenden ausgebootet. Da ich mich von Gott verlassen und verstoßen wähnte, waren Lebensmut und Lebenssinn dahin. Meine Seele war verzweifelt, mein Kopf überschwemmt von Selbsttötungsgedanken. Damals hätte ich in meiner Not einen aufmunternden und heilenden Gott gebraucht. Stattdessen drängten sich Gottesbilder auf und ließen sich durch die Bibel belegen, die jede Hoffnung nahm.
   Und keiner meiner Freunde, von denen die meisten Gottesgelehrte waren, konnte die Not entschärfen. Keiner wagte es mir zu sagen, was in einem ähnlichen Fall der holländische Pfarrer Visbeek zu Professor Kuiper gesagt hatte: »Das stimmt doch nicht. Das haben sich doch Menschen ausgedacht!«
   In meinem Fall wollte keiner als Feind des Gottes der Bibel dastehen. Mir wurde höchstens gesagt, ich würde die biblischen Geschichten missverstehen bzw. missdeuten.
   So habe ich mehr als eineinhalb Jahre das »mysterium tremendum« (»das Geheimnis, das erzittern lässt« ein Name für Gott) am eigenen Leib erfahren. Und es war wirklich ein Gott, der mir Furcht und Schrecken einjagte und zutiefst in mir sein Unwesen trieb. Im Theologiestudium hört man zwar auch andere Seiten dieses Gottes - aber Kopf ist Kopf, und Herz ist Herz. Und was man als Kind hört, von liebsten Menschen hört, das sitzt ganz tief. Diesem Zerrbild von Gott, diesem degenerierten Theologenprodukt, diesem Gottesunwesen, das Angst macht, richtet, rächt, straft und verdammt, bin ich nach meiner eigenen theologischen »Flurbereinigung« jetzt hochmotiviert und sensibilisiert immer wieder begegnet: in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis und in meiner Seelsorgetätigkeit.
   Da ist meine Schwester: Als sie an Weihnachten 1983 von ihrer Krebserkrankung erfuhr, war ihre erste Reaktion die erschütternde Frage: »Ja, was habe ich denn angestellt, dass mich der Herrgott so bestraft hat Ich habe meine Schwester die letzten Monate vor ihrem Tod im Mai 1988 intensivst seelsorgerisch begleitet. Wir haben uns in aller Offenheit und Ehrlichkeit ausgetauscht. Obwohl ich in Anbetracht meiner eigenen Erfahrungen immer wieder kräftig intervenierte, blieb ihre Gottesnot bis zum Ende ihres Lebens. Diese bestand vor allem in der tiefen Angst, ob sie vor Gott bestehen könne.
   Im Blick auf meine Schwester ist mir dann eingefallen: Vor Gott bestehen können, das war auch das Thema des Lebens meines Vaters, eines einfachen, fleißigen und kirchentreuen Arbeiters und Kleinlandwirts. Dieses einer Zwangsidee gleichende Anliegen kostete ihm bis zu seinem Heimgang 1982 viel von seiner Lebensfreude und Lebensdynamik.
   Am Ostersonntag 1988 traf ich eine 85jährige gute Bekannte unserer Familie. Sie kommentierte das Schicksal meiner Schwester, die bald darauf starb, mit einem Satz, der mich ebenfalls tief berührte. Sie sagte: »Gelt, der Herrgott kennt keinen Bahnhof Und sie sprach aus Erfahrung, denn nach dem ihr beigebrachten Gottesverständnis hatte der Herrgott ihr und ihrem Mann schwere Krankheiten geschickt und ihren Sohn ebenfalls an Krebs sterben lassen. Ihr blieb nur ein trauriges Kopfschütteln über diesen Gott.
   Eines Tages suchte mich eine Mutter zu einem Gespräch auf. Sie hatte einem Dutzend Kinder das Leben geschenkt. Stille Güte schaute aus ihren Augen, aber auch fragende Angst, ob sie vor Gott bestehen könne, weil einige ihrer Kinder zum Glauben keinen Bezug mehr fänden und auch sonntags nicht mehr zur Kirche gingen. In der Gestalt ihrer alten Mutter hatte sie täglich den lebendigen Vorwurf in ihren Ohren: »Das musst du einmal vor Gott verantworten! Er wird einmal Rechenschaft von dir verlangen Solches Reden verdarb ihr gründlich die Freude am Leben. An ihren Tränen, die sie vor mir weinte, spürte man ihre Not und Ausweglosigkeit.
   Um dieselbe Zeit besuchte mich eine andere Mutter. Auch sie hatte Tränen in den Augen. Nach mehreren Geburten war es zu einem Abgang gekommen. Von ihrem Heimatpfarrer, der für sie besonders glaubwürdig war, hatte sie früher einmal gehört, Gott könne ungetauften Kindern nicht das Heil schenken. Was damals graue Theorie war, war jetzt harte konkrete Erfahrung geworden: Das von ihr so erwünschte und geliebte Kind soll vom Heil ausgeschlossen sein. Die tiefgläubige Frau konnte ihr Problem nur unter Tränen schildern und war ganz verzweifelt. Ich spürte wieder einmal ganz direkt: So schaut Gottesnot aus, hervorgerufen durch unbeteiligte unmütterliche Theologen, Gottesnot, von Müttern über Jahrhunderte still ertragen. Dieser Umgang mit ungetauften Kindern war ja kein Einzelfall, er war System. Ein besonders ergreifendes Beispiel bringt Bernhard Häring in seinem Buch »Meine Erfahrung mit der Kirche«. Über das theologische Umfeld des II. Vatikanischen Konzils und über seinen Kampf um einen menschenfreundlichen Gott berichtet er folgendes:

 

»Nicht weniger schockierend war das „Dogmatische Schema über das Los der ungetauft sterbenden Kinder“. Professor Michael Schmaus, der ebenfalls als Konsultor der Vorbereitungskommission angehörte, fühlte sich persönlich getroffen und verurteilt. Es war die feste Absicht der Maßgebenden des Heiligen Offiziums, durch das Konzil der Welt zu verkünden, dass alle ungeborenen und geborenen, aber ohne Taufe verstorbenen Kinder vom ewigen Heil ausgeschlossen seien, wenn sie auch keine Folterstrafen zu erwarten hätten.
Ich suchte Verbündete und kämpfte wie ein Löwe gegen diese Ideologie, die offenbar dem Zweck dienen sollte, die frühe Kindertaufe (wieder) durchzusetzen. Mein Einsatz war stark motiviert. Als meine älteste Schwester eine Frühgeburt von Zwillingen hatte, konnte der erste, der lebendig geboren wurde, getauft werden, während der zweite tot zur Welt kam. Der Ortspfarrer hatte dann meine Schwester belehrt, dass nur das getaufte Kind auf dem geweihten Friedhof beerdigt werden könne; das ungetaufte Kind habe keinen Anteil am Heil. Als vierzehnjähriger Junge schwor ich mir, dieser Sache später einmal gründlich nachzugehen.
Ich beschwor in der Kommission das falsche Gottesbild, die Unglaubwürdigkeit des allgemeinen Heilswillens Gottes, wenn nicht erfüllbare Bedingungen von Gott gesetzt würden. An einem gewissen Punkt ließ Kardinal Ottaviani durch seinen Kommissionssekretär P.Sebastian Tromp erklären, dass mir in dieser Frage, die doch längst vom Heiligen Offizium endgültig entschieden sei, fürderhin das Wort entzogen sei. Ich protestierte auf der Stelle und sagte: „Darüber wird das Konzil entscheiden. Man kann vom Papst ernannten Theologen in der Kommission kein Schweigeverbot verpassen.“ Als ich das gesagt hatte, merkte ich, wie Professor Schmaus seine Sachen zusammenpackte und lautlos die Aula verließ. Er flog zurück nach München und sagte meinem Provinzial: „Ich zweifle, ob Pater Häring das Konzil überleben wird“

 

   Einmal sensibel geworden für das Thema »Gott in der Seele« kann man sehr häufig Zerrbilder von Gott und in Wechselbeziehung dazu extreme seelische Nöte erleben. Schon der Alltag zeigt, wie Gottesnot Lebensnot schafft, und wie Lebensnot erst die Gottesnot zutage bringt. Gottes-Zustand und Seelen-Zustand stehen in einer negativen Wechselbeziehung.

   Wo Gott erlebt wird als Angstmacher, Kontrolleur, Beckmesser-Typ, Ankläger, Richter, teilnahmsloses Monstrum, mysterium tremendum, als hart, unerbittlich, grausam, maßlos, kleinlich, unbarmherzig, vorwurfsvoll, beziehungslos, ausgrenzend usw., da ist es nicht verwunderlich, wenn der Seelen-Zustand eine negative Färbung annimmt, wenn die Seele sich als unwürdig, ängstlich, zittrig, voller Zweifel, skrupulös, schuldig, fehlerhaft, belastet, verunsichert, verstoßen, verdammt, hoffnungslos, friedlos, verzweifelt, allein gelassen usw. erlebt. Nur selten wird das Muster der negativen Wechselbeziehung durchbrochen.

   Die souveräne Ansicht eines Vaters von vier Kindern ist eine rühmliche Ausnahme und darum sei sie hier auch angeführt. Er meinte sicher nicht zu Unrecht von sich: »Ich spüre in mir mehr Liebe und Barmherzigkeit zu meinen Kindern als sie der Gott zu uns Menschen hat, von dem man uns in der Bibel erzählte In gütigen Menschen scheint »Gott« eine tödliche Konkurrenz zu erwachsen.

 

 

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Weitere Kapitel aus „Gottestherapie“ von Lorenz Zellner:

O Jesu Erlösungsverständnis

O Wollte Jesus leben oder sterben?

O Inhaltsverzeichnis des Buches

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