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Das enttäuschende Kommunikationsverhalten von Bischof Ackermann als Vorsitzender der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz, sowie der anderen Mitglieder der Liturgiekommission und deren Beraterinnen und Berater

Meine Mail am 06. Januar 2023 an den Vorsitzenden der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Stephan Ackermann, und an die anderen Mitglieder der Liturgiekommission:

 

Sehr geehrter Herr Bischof,

 

als pensionierter Seelsorger bin ich nach vielen Jahren engagierter Seelsorge über die Entwicklung des Glaubens in unserem Land in großer Sorge.

 

Da sich längst vor der Aufdeckung des Missbrauchsskandals die Entwicklung abzeichnete, habe ich viele Analysen und Vorschläge für eine Neue-Evangelisierung angestellt.

Dazu gehört auch die Analyse der Liturgie und der Gebete, die nach meiner Überzeugung z.T. nicht dem christlichen Glauben entsprechen und deshalb bei kritischen Menschen den Glauben eher schädigen als ihn fördern.

Dazu gehört leider auch ein so beliebtes und bekanntes Gebet wie das „Salve Regina“:

 

Das „Salve Regina“: Ein unchristliches Gebet?

 

Der deutsche Text:

 

SALVE REGINA

 

Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit,

unser Leben, unsre Wonne, und unsre Hoffnung, sei gegrüßt!

Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;

zu dir seufzen wir trauernd

und weinend in diesem Tal der Tränen.

Wohlan denn, unsre Fürsprecherin,

wende deinen barmherzigen Augen uns zu

und nach diesem Elend zeige uns Jesus,

die gebenedeite Frucht deines Leibes!

O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!

Amen.

 

In lateinischer Sprache:

 

Salve, Regina, mater misericordiae,

vita, dulcedo, et spes nostra, salve.

Ad te clamamus exsules filii Evae.

Ad te suspiramus,

gementes et flentes in hac lacrimarum valle.

Eia, ergo, advocata nostra,

illos tuos misericordes oculos ad nos converte.

Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,

nobis post hoc exsilium ostende.

O clemens, O pia, O dulcis Virgo Maria.

Amen.

 

Was ist nun das Problematische an diesem Gebet?

 

1.   Das negative Weltverständnis:
Die Welt wird nicht als gute Schöpfung Gottes gesehen, sondern als ein „Tal der Tränen“ und das Leben in dieser Welt kann man nur seufzend, trauernd und weinend und nur mit der Zuflucht zur „Mutter der Barmherzigkeit“ ertragen. Die Welt ist ein Ort der Verbannung, darum sind die Menschen in dieser Welt „verbannte Kinder“ Evas. Von Weltzuwendung, Weltverantwortung und Weltgestaltung in christlichem Geist ist nicht die Rede.

 

2.   Dies entspricht einem negativen Menschenbild:
Die Menschen werden nur als „verbannte Kinder Evas“ gesehen – was sich offensichtlich auf das ebenfalls problematische 3. Kapitel des alttestamentlichen Buches Genesis bezieht.
Wir werden nicht als „Kinder Gottes“ bezeichnet, nicht beseelt von göttlichem Geist, nicht beschenkt mit göttlicher Würde. Ebenso wenig ist von christlicher Freiheit und Verantwortung die Rede.

 

3.   Problematisches Gottesbild:
Offensichtlich muss man vor Gott, der nirgends im Gebet direkt erwähnt wird, Angst haben; denn wir brauchen eine Rechtsanwältin (eine „Advocata nostra“), die für uns bei Gott eintritt, damit wir Barmherzigkeit erlangen.
Dieses Gebet ist eigentlich eine Katastrophe und eine völlige Entstellung des christlichen Glaubens. Dies ist umso schlimmer, weil dieses Gebet Einzug in das Stundengebet der Kirche gefunden hat und die längste Zeit im Jahr von Priestern und Bischöfen täglich gebetet wird.

 

Die Katholische Kirche hat viele unbearbeitete Baustellen, Einseitigkeiten und problematische Formen der Spiritualität und der Strukturen, die endlich konsequent aufgedeckt und aufgearbeitet werden sollten, z.B. durch jährliche „Kirchentrauertage“:

https://hanglberger-manfred.de/kirchentrauertag-PDF.pdf

 

Siehe auch: „Unheilige Gebete in der Hl. Messe“:

https://hanglberger-manfred.de/eucharistie-kritische-analyse-des-gottesbildes-mancher-gebete-PDF.pdf

 

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Hanglberger

 

Wer sind die Mitglieder dieser Liturgiekommission der DBK (Stand 21.09. 2021):

https://www.dbk.de/ueber-uns/bischoefliche-kommissionen/liturgiekommission

Um die Seite zu öffnen: Rechte Maustaste: „Link in neuem Fenster öffnen“

 

Mitglieder der Liturgiekommission (Kommission V)

Dr. Stephan Ackermann, Bischof von Trier, Vorsitzender

Dr. Karl-Heinz Wiesemann, stellvertretender Vorsitzender

Ulrich Boom, Weihbischof in Würzburg

Otto Georgens, Weihbischof in Speyer

Reinhard Pappenberger, Weihbischof in Regensburg

Jörg Michael Peters, Weihbischof in Trier

 

 

Obere Mail schickte ich am selben Tag (06.01.2023) auch an die Beraterinnen und Berater der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Wer sind diese Beraterinnen und Berater (Stand 25. Oktober 2022):
https://www.dbk.de/ueber-uns/bischoefliche-kommissionen/liturgiekommission

Um diese Seite zu öffnen: Rechte Maustaste: „Link in neuem Fenster öffnen“

 

Stand: 25. Oktober 2022: Beraterinnen und Berater:

 

Prof. Dr. Reinhild Ahlers

Prof. Dr. Marco Benini, Trier

Prof. Dr. Stefan Böntert, Bochum

Pfarrer Dr. Eugen Daigeler

Dr. Christian Dostal, Regensburg

Prof. Dr. Winfried Haunerland, München

Pfarrer Dr. Marius Linnenborn, Trier

Prof. Dr. Cornelius Roth, Fulda

Dr. Samuel-Kim Schwope

Dr. Stephan Steger, Würzburg

Dr. Nicole Stockhoff

Pfarrer Stephan Uchtmann, Hameln

 

Vier Monate bekam ich von niemandem eine Antwort auf meine Mail!

Dann bekam ich per Briefpost ein zweiseitiges Schreiben von Bischof Ackermann,
in dem er das Salve Regina als christliches Gebet verteidigte:

Brief des Bischofs, Seite 1 >>>

Brief des Bischofs, Seite 2 >>>

 

 

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Zum Verzeichnis: Kommunikation der Bischöfe >>>

Meine Vorschläge für eine Kirchenreform >>>

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