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Das „Salve Regina“: Ein unchristliches Gebet?

 

Es gibt in der Katholischen Kirche sehr bekannte Gebete wie z.B. das „Salve Regina“, das sehr problematische Aussagen enthält, die im Widerspruch zu einer christlichen Spiritualität stehen.

(Dieses Gebet wird im Stundengebet der Katholischen Kirche in der Zeit im Jahreskreis nach der Vesper oder nach der Komplet gesungen. In vielen Regionen ist es Brauch, das Salve Regina beim Begräbnis eines Priesters oder einer Ordensperson am Grab zu singen. In Wikipedia >>>)

 

Der deutsche Text:

 

SALVE REGINA

 

Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit,

unser Leben, unsre Wonne, und unsre Hoffnung, sei gegrüßt!

Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;

zu dir seufzen wir trauernd

und weinend in diesem Tal der Tränen.

Wohlan denn, unsre Fürsprecherin,

wende deinen barmherzigen Augen uns zu

und nach diesem Elend zeige uns Jesus,

die gebenedeite Frucht deines Leibes!

O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!

Amen.

 

In lateinischer Sprache:

 

Salve, Regina, mater misericordiae,

vita, dulcedo, et spes nostra, salve.

Ad te clamamus exsules filii Evae.

Ad te suspiramus,

gementes et flentes in hac lacrimarum valle.

Eia, ergo, advocata nostra,

illos tuos misericordes oculos ad nos converte.

Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,

nobis post hoc exsilium ostende.

O clemens, O pia, O dulcis Virgo Maria.

Amen.

 

Was ist nun das Problematische an diesem Gebet?


1. Das negative Weltverständnis:
Die Welt wird nicht als gute Schöpfung Gottes gesehen, sondern als ein „Tal der Tränen“ und das Leben in dieser Welt kann man nur seufzend, trauernd und weinend und nur mit der Zuflucht zur „Mutter der Barmherzigkeit“ ertragen. Die Welt ist ein Ort der Verbannung, darum sind die Menschen in dieser Welt „verbannte Kinder“ Evas.

Von Weltzuwendung, Weltverantwortung und Weltgestaltung in christlichem Geist ist nicht die Rede.

 

2. Dies entspricht einem negativen Menschenbild:
Die Menschen werden nur als „verbannte Kinder Evas“ gesehen – was sich offensichtlich auf das ebenfalls problematische 3. Kapitel des alttestamentlichen Buches Genesis bezieht >>>.
Wir werden nicht als „Kinder Gottes“ bezeichnet, nicht beseelt von göttlichem Geist, nicht beschenkt mit göttlicher Würde. Ebenso wenig ist von christlicher Freiheit und Verantwortung die Rede.

 

3. Problematisches Gottesbild:
Offensichtlich muss man vor Gott, der nirgends im Gebet direkt erwähnt wird, Angst haben; denn wir brauchen eine Rechtsanwältin (eine „Advocata nostra“), die für uns bei Gott eintritt, damit wir Barmherzigkeit erlangen.

 

Dieses Gebet ist eigentlich eine Katastrophe und eine völlige Entstellung des christlichen Glaubens. Dies ist umso schlimmer als dieses Gebet Einzug in das Stundengebet der Kirche gefunden hat und die längste Zeit im Jahr von Priestern und Bischöfen täglich gebetet wird.

 

Die Katholische Kirche hat viele unbearbeitete Baustellen, Einseitigkeiten und problematische Formen der Spiritualität und der Strukturen, die endlich konsequent aufgedeckt und aufgearbeitet werden sollten, z.B. durch jährliche „Kirchentrauertage“ >>>

 

Siehe auch: „Unheilige Gebete in der Hl. Messe“ >>>

 

Manfred Hanglberger (www.hanglberger-manfred.de)

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